Themenbereiche: Zwischenmenschliches: "Raue Zeiten"

Raue Zeiten
6 Uhr 20, früh am Tage,
Am Frühstückstisch die zehnte Frage,
Ob Elefanten Müsli essen.
Ich hab’ den Füller glatt vergessen,
Alles rein in meine Tasche.
“Trink den Tee da in der Flasche!”
Mein Blick streift schnell die Küchenuhr,
In einer Stunde die Klausur.
Verlier bloß nicht den roten Faden!
"Muss ein Elefant auch baden?!
Weiter geht’s im Fragenhagel:
“Wer schneidet ihm den Zehennagel?
Kann er Tannenbäume fressen ?
Wie kann man seine Zähne messen?
Kann er auch den Zaun zertreten?”
Für die Klausur hilft nur noch beten …
Den Elefant mit Blumenkette
malt sie auf die Serviette.
Ich kann wirklich nicht mehr warten.
“Ab jetzt in den Kindergarten!”
Die Zeichnung steck’ ich in die Jacke
und krieg' die erste Angstattacke,
sitz' in der Uni vorn im Saal,
bis es losgeht – eine Qual.
Die Zeichnung, vor mir aufgebaut,
gibt Kraft – und Elefantenhaut.

Lesen Sie das Gedicht "Raue Zeiten" von Katja Seßlen, das im März 2007 in dem Hochschulmagazin Unicum veröffentlicht wurde.

 

Entscheiden Sie, welche der sieben Texte nicht zum Gedicht passen, und schreiben Sie die Nummern der Texte in aufsteigender Reihenfolge in die Textfelder. Klicken Sie dann auf [Kontrolle], um zu sehen, ob alles richtig ist. Wenn Sie auf [Tipp] klicken, sehen Sie jeweils die nächste korrekte Zahl.

1 Eine Frau frühstückt mit ihrer Tochter. Das Mädchen ist ganz aufgeregt, weil sie nach dem Kindergarten in den Zoo gehen werden. Das Mädchen will unbedingt die Elefanten sehen und malt schon einen auf eine Serviette.
2 Eine Biologie-Studenten ist sehr nervös, weil sie heute eine Prüfung über das Leben der Elefanten ablegen muss, deswegen hat sie kaum Zeit, auf die vielen Fragen ihrer Tochter zu reagieren. Außerdem hätte sie fast ihren Füller vergessen.
3 Eine Kindergärtnerin beschäftigt sich früh morgens mit ihrer Tochter, die einen Elefanten auf eine Serviette malt. Draußen hagelt es, deswegen hat die Frau Angst, dass sie nicht rechtzeitig zur Arbeit kommt.
4 Eine Frau leidet unter Hautproblemen, deswegen ist es eine Qual für sie, schon früh morgens in die Uni zu gehen. Es hilft nicht, dass ihr Kind sie während des Frühstücks mit Fragen zu Elefanten bombardiert.
5 Ein Student ist gestresst, weil sein Kind morgens viele Fragen zu Elefanten stellt, während er versucht, sich auf eine bevorstehende Prüfung zu konzentrieren. Er kommt aber noch rechtzeitig in der Universität an.
6 Ein Mädchen stellt seiner Mutter eine ganze Reihe Fragen zu Elefanten, während diese versucht, ihr Kind dazu zu bringen, mit dem Frühstück fertig zu werden. Sie steht unter Zeitdruck, denn das Mädchen muss in den Kindergarten, so dass sie rechtzeitig im Hörsaal ankommt, bevor ihre Klausur beginnt.
7 Die Mutter eines Kindes im Kindergartenalter ist religiös. Sie betet regelmäßig morgens vor einer Klausur. Dazu stellt sie eine Zeichnung, auf der man einen Elefanten mit einer Blumenkette sieht, vor sich auf. Ihr Kind ist von diesem Verhalten genervt.

Die Texte mit den Nummern

 ,,, und passen nicht zum Gedicht.

                     

 

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Tipp: Wenn Sie nicht zu den Glücklichen gehören, die ein fotografisches Gedächtnis haben, schreiben Sie sich auf, was Sie Neues gelernt haben.

Gedicht mit freundlicher Genehmigung von Katja Seßlen

Photo: © Dagmar Fischer