Wie funktioniert Deutsch (Erklärungen): Pluralformen (Level A2)

Im Deutschen gibt es mehrere Möglichkeiten, den Plural eines Nomens zu bilden. Die häufigsten Pluralendungen sind:

--, -e, -en, -er und -s.

 

Bei manchen Nomen bekommt der Stammvokal zusätzlich einen Umlaut (ä oder ӧ oder ϋ).

 

Daher ist es ratsam, ein Nomen zusammen mit seiner Pluralform zu lernen.

 

Es gibt aber auch ein paar Richtlinien, z.B.

 

  • Maskuline and neutrale Nomen auf -el, -en und -er haben die gleiche Form im Plural, manche bekommen auch einen Umlaut, z.B.

 

ein Mantel (m) -> zwei Mäntel

ein Vogel (m) -> zwei Vögel

 

ein Korken (m) -> zwei Korken

ein Kuchen (m) -> zwei Kuchen

ein Brӧtchen (n) -> zwei Brӧtchen

ein Mädchen (n) -> zwei Mädchen

ein Laden (m) -> zwei Läden

ein Garten (m) -> zwei Gärten

 

ein Computer (m) -> zwei Computer

ein Kalender (m) -> zwei Kalender

ein Fenster (n) -> zwei Fenster

ein Bruder (m) -> zwei Brϋder

ein Vater (m) -> zwei Väter

 

  • Feminine Nomen auf -el und -er bilden den Plural auf -n, z.B.

eine Gabel (f) -> zwei Gabeln

eine Zwiebel (f), -> zwei Zwiebeln

 

eine Schwester (f) -> zwei Schwestern

eine Büroklammer (f) -> zwei Büroklammern

 

  • Nomen auf -e und - ie bilden den Plural auf -n, z.B.

eine Orange (f) -> zwei Orangen

eine Rose (f) -> zwei Rosen

ein Junge (m) -> zwei Jungen

 

eine Strategie (f) -> zwei Strategien

eine Familie (f) -> zwei Familien

 

  • Die meisten Nomen auf -a, -i und -o bilden den Plural auf -s, z.B.

eine Kamera (f) -> zwei Kameras

ein Kuli (m) -> zwei Kulis

ein Kino (n) -> zwei Kinos

 

  • Feminine Nomen auf -in bilden den Plural auf  -nen, z.B.

eine Studentin (f) -> zwei Studentinnen

eine Freundin (f) -> zwei Freundinnen

 

  • Die meisten einsilbigen maskulinen Nomen bilden den Plural auf -e, manche bekommen auch einen Umlaut, z.B.

ein Tisch (m) -> zwei Tische

ein Arm (m) -> zwei Arme

ein Ball (m) -> zwei Bälle

ein Fuß (m) -> zwei Fϋße

 

aber:

ein Mann (m) - > zwei Männer

ein Wald (m) -> zwei Wälder

 

  • Feminine Nomen auf -ei, -enz, -heit, -ik, -ion, -keit, -schaft, -tät, -ung und -ur bilden den Plural auf -en, z.B.
eine Bäckerei (f) -> zwei Bäckereien

eine Konferenz (f) -> zwei Konferenzen

eine Gelegenheit (f) -> zwei Gelegenheiten

eine Grafik (f) -> zwei Grafiken

eine Tradition (f) -> zwei Traditionen

eine Möglichkeit (f) -> zwei Möglichkeiten

eine Universität (f) -> zwei Universitäten

eine Zeitung (f) -> zwei Zeitungen

eine Agentur (f) -> zwei Agenturen

 

  • Die meisten einsilbigen neutralen Nomen bilden den Plural auf -er und bekommen - wenn möglich - einen Umlaut oder sie bilden den Plural auf -e, z.B.

ein Bild (n) -> zwei Bilder

ein Kleid (n) -> zwei Kleider

ein Land (n) -> zwei Länder

ein Buch (n) -> zwei Bϋcher

ein Haus (n) -> zwei Häuser

ein Schloss (n) -> zwei Schlӧsser

 

ein Jahr (n) -> zwei Jahre

ein Schiff (n) -> zwei Schiffe

ein Bein (n) -> zwei Beine

 

aber:

ein Ohr (n) -> zwei Ohren

 

  • Es gibt auch eine Anzahl unregelmäßiger Pluralformen, z.B.

ein Album (n) -> zwei Alben

ein Datum (n) -> zwei Daten

eine Firma (f) -> zwei Firmen

ein Individuum (n) -> zwei Individuen

ein Knie (n) -> zwei Knie

ein Konto (n) -> zwei Konten

ein Museum (n) -> zwei Museen

eine Pizza (f) -> zwei Pizzen/Pizzas

ein Thema (n) -> zwei Themen

 

  • Anmerkung: Maskuline und neutrale Maßangaben werden meistens im Nominativ Singular gebraucht, feminine Maßangaben auf -e werden im Plural gebraucht und bekommen ein -n, z.B.

ein Euro (m) -> zehn Euro

ein Glas (n) -> zwei Glas Bier

ein Grad (n) -> 5 Grad Kälte

ein Liter (m) -> 10 Liter Wasser

ein Pfund (n) -> drei Pfund Äpfel

ein Paar (n) -> vier Paar Hosen

 

eine Dose (f) -> zwei Dosen Cola

eine Flasche (f) -> drei Flaschen Wasser