Erklärungen: der Genitiv  (A2)

Im Deutschen gibt es 4 Fälle:

den Nominativ

den Akkusativ

den Dativ

den Genitiv

Sie bestimmen die grammatikalische Rolle der Nomen und Pronomen in einem Satz. Je nach Rolle haben die Artikelwörter und Adjektive vor den Nomen bestimmte Endungen, die Pronomen bestimmte Formen oder die Nomen selbst eine bestimmte Endung.

 

Nominativ, Akkusativ, Dativ und Genitiv

- des bestimmten Artikels [z.B. der, die, den]

- des unbestimmten Artikels [z.B. ein, eine, einen]

- der Negativform von "ein" [z.B. kein, keinen, keinen]

 - den Possessivartikeln "mein" und "dein" (als Beispiele für alle anderen  Possessivartikel)

 

 
maskulin Singular 
 
feminin Singular 
 
neutral Singular 
 
maskulin, feminin &

neutral Plural 

Nominativ

der

ein

kein

mein, dein ...

Bruder
 

die

eine

keine

meine, deine ...

Tasche
 

das

ein

kein

mein, dein ...

Foto
 

die

*

keine

meine, deine ...

Brüder

Taschen

Fotos

 

Accusativ

den

einen

keinen

meinen, deinen ...

Bruder
 

die

eine

keine

meine, deine ...

Tasche
 

das

ein

kein

mein, dein ...

Foto
 

die

*

keine

meine, deine ...

Brüder

Taschen

Fotos

 

Dativ

dem

einem

keinem

meinem, deinem ...

Bruder
 

der

einer

keiner

meiner, deiner ...

Tasche
 

dem

einem

keinem

meinem, deinem ...

Foto
 

den

*

keinen

meinen, deinen ...

Brüdern**

Taschen

Fotos

 

Genitiv

des

eines

keines

meines, deines ...

Bruders
 

der

einer

keiner

meiner, deiner ...

Tasche
 

des

eines

keines

meines, deines ...

Fotos
 

der

*

keiner

meiner, deiner ...

Brüder

Taschen

Fotos

 

 

* Der unbestimmte Artikel ein hat keine Pluralform.

** Wenn die Pluralform von einem Nomen nicht auf  -n oder -s endet, muss man ein -n an die Pluralform im Dativ hängen.

 

Klicken Sie hier, um die Personalpronomen im Nominativ, im Akkusativ und im Dativ zu sehen.

 

 

Den Genitiv braucht man

um Besitzverhältnisse oder Zugehörigkeiten auszudrücken, z.B.  

WIr haben die Firma meiner Großeltern verkauft.

Das Dach des Hauses brannte.

Die Zahl der Hitzetage hat zugenommen.

 

Eigennamen bekommen ein -s ohne ein Apostroph, z.B.

Julias Fahrrad ist rot.

Wolfgangs Augen sind braun.

Anmerkung: Wenn der Name auf -s, -ß, -z oder -tz endet, hängt man ein Apostroph an den Namen. Im gesprochenen Deutsch benutzt man dann oft "von" + Dativ, z.B.

Markus' Garten ist sehr groß. / Der Garten von Markus ist sehr groß.

Wenn Nomen Verwandtschaftsverhältnisse ausdrücken, und wenn man sie statt eines Namens gebraucht, bekommen sie auch ein -s ohne

ein Apostroph, z.B.

Vaters Bohrmaschine ist kaputt.                                                                 

Mutters Apfelkuchen schmeckt fantastisch.

 

nach Präpositionen mit dem Genitiv, z.B.  

 

Die Zahl der Übernachtungen ist trotz des Regenwetters gestiegen.

Während  des Sommers hat es kaum geregnet.

Wegen der Wirtschaftskrise gingen viele Firmen bankrott.

 

für unbestimmte Zeitangaben, z.B.

eines Tages

eines Morgens

eines Abends

eines Nachts (Anmerkung: das ist eine ungewöhnliche Form, denn "Nacht" ist ein feminines Nomen)

 

in den folgenden Ausdrücken

ich bin der Meinung / ich bin anderer Meinung / ich bin der gleichen Meinung

ich bin guter Laune / ich bin schlechter Laune