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Im Deutschen gibt es 4 Fälle:
den Nominativ
den Akkusativ
den Dativ
den Genitiv
Sie bestimmen
die grammatikalische Rolle der
Nomen und ihrer Begleitwörter (Artikelwörter und
Adjektive) und
Pronomen in
einem Satz. Je nach Rolle haben die Artikelwörter und
Adjektive vor
den Nomen bestimmte Endungen, die Pronomen bestimmte
Formen und die Nomen selbst eine bestimmte Endung, z.B.
Der kleine
Garten liegt hinter dem Firmengelände. [der kleine Garten = Subjekt des
Satzes -> Nominativ]
Unser Chef liebt den
kleinen Garten. [den kleinen Garten = direktes
Objekt des Satzes -> Akkusativ]
Er verbringt viel Zeit in
dem kleinen Garten. [in dem kleinen Garten =
Umstandsbestimmung des Ortes -> Dativ wegen der Präposition "in"]
Irgendwann erzähle ich dir die Geschichte
des kleinen Gartens.
[des kleinen Gartens -> Genitivobjekt]
Seine Kinder studieren
Wirtschaft. [seine Kinder = Subjekt des Satzes]
Er sricht oft mit
seinen Kindern über die Marketingstrategien der
Firma. [mit seinen Kindern = Umstandsbestimmung der Art und Weise -> Dativ wegen
der Präposition "mit"
Er ist
mein Kollege. [er = Subjekt des Satzes -> Nominativ]
Ich treffe ihn morgen
früh im Büro. [ihn = direktes Objekt des Satzes -> Akkusativ]
Man gebraucht den Nominativ
für das Subjekt eines
Satzes, z.B.
Mein Bruder
arbeitet bei Greenpeace.
Die
Firma macht bankrott.
Der kleine Vogel ist aus
dem Nest gefallen.
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für das Nomen und seine
Begleitwörter (z.B.
Freund, mein Freund, mein alter Freund), das/die das Subjekt
beschreiben, wenn das Verb im Satz sein, bleiben,
scheinen oder werden ist , z.B.
Der Mann
ist
mein früherer Chef.
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Der Mann |
ist |
mein früherer Chef. |
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Subjekt (Nominative) |
Verb
(Infinitiv: sein) |
Nominativ |
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Das bedeutet, das es in diesem Satz 2 Nominative
gibt.
weitere Beispiele:
Der Mann
bleibt
mein Chef.
Der Mann
scheint
mein Chef zu sein.
Er wird bestimmt mein neuer
Chef.
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Den
Akkusativ gebraucht man
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für das direkte Objekt eines
Satzes, z.B.
Ich habe
keinen Laptop.
Sie trifft heute Abend
einen wichtigen Kunden.
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um die Bedeutung von "es
gibt" zu vervollständigen, z.B.
Es gibt
keinen guten Grund fϋr diese Entscheidung.
Gibt es
eine Kinderkrippe in eurer Nähe?
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nach den Präpositionen, die man immer mit dem
Akkusativ gebraucht,
z.B.
Sie
geht nie ohne ihren Laptop
in eine Vorlesung.
Ich
habe den Wein für unseren
Pfӧrtner gekauft.
[In diesem
Satz braucht man den Akkusativ zweimal, einmal
für das direkte Objekt (den Wein) und einmal
nach der Präposition "für" (unseren
Pförtner).]
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nach den Präpositionen, die man mit dem
Akkusativ gebraucht, wenn man "Wohin?" fragen kann (wie zum Beispiel
"in", "unter" oder "auf"),
z.B.
Wir sind in den
Keller
gegangen.
Er ist
unter die Brücke gelaufen.
Er hat den Schlüssel auf den
Schreibtisch
gelegt.
[In diesem
Satz braucht man den Akkusativ zweimal, einmal
für das direkte Objekt (den Schlüssel) und
einmal nach der Präposition "auf" (den
Schreibtisch).]
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für definitive Zeitangaben ohne
eine Präposition, z.B.
jeden Tag
nächste Woche
letztes
Wochenende
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für Grüße und gute Wünsche,
z.B.
Guten
Abend.
Gute Reise!
Schönes Wochenende!
Frohe Ostern!
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für Maßangaben, z.B.
Das Brett ist einen Meter
lang.
Das Kind ist erst einen Monat
alt.
Sie lief gestern einen
Kilometer in drei Minuten.
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mit den Verben "kosten"
und "nennen", wenn sie zwei direkte Objekte erfordern, z.B.
Die neue Maschine hat
mich
ein Vermӧgen
gekostet.
Warum hast du
unseren
Chef
einen Dummkopf
genannt?
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Den
Dativ gebraucht man |
für das indirekte Objekt,
z.B.
Sie
gibt ihrem Großvater kein
Geburtstagstagsgeschenk.
Ich habe
ihm eine E-Mail geschickt.
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nach Präpositionen, die man
immer mit dem Dativ gebraucht, z.B.
Sie
spricht mit ihrer Chefin.
Die Fotos habe ich von meiner
Tante
bekommen.
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nach den Präpositionen, die man mit dem Dativ
gebraucht, wenn man "Wo?" oder "Wann?" fragen kann (wie zum Beispiel
"in", "auf", "neben" oder
"vor"), z.B.
Wir
haben das Jubiläum in seinem Garten
gefeiert.
Die Ferien beginnen in
einer Woche.
Der
Schlüssel liegt auf dem Tisch.
Ich
treffe ihn an dem Dienstag
nach Halloween.
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für bestimmte Verben, die kein Akkusativobjekt,
sondern ein Dativobjekt erfordern, z.B.
danken: Ich mӧchte
Ihnen danken.
ähneln:
Er
ähnelt seinem Großvater.
passen: Montagmorgen
passt
mir micht.
leidtun: Es
tut uns
leid.
glauben:
dieses Verb erfordert ein Dativobjekt, wenn
es um Menschen geht, sonst braucht man ein
Akkusativobjekt, z.B.
Sie glauben
dem Politiker nicht.
Ich glaube
das nicht.
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mit einer Reihe von Adjektiven, z.B.
dankbar: Er ist ihr
dankbar.
behilflich: Kӧnnen
Sie mir behilflich sein?
gleich:
Das ist ihm gleich.
peinlich: Sein Verhalten war
mir peinlich.
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Den Genitiv
braucht man |
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um Besitzverhältnisse oder
Zugehörigkeiten auszudrücken, z.B.
WIr haben die
Firma meiner Großeltern
verkauft.
Das
Dach des Hauses brannte.
Die Zahl
der Hitzetage ist gestiegen.
Beachten Sie: Eigennamen und Nomen, die
Verwandtschaftsverhältnisse ausdrücken, und statt eines Namens
gebraucht werden, bekommen ein -s ohne ein Apostroph, z.B.
Julias Fahrrad
ist rot.
Wolfgangs Augen
sind braun.
Vaters Bohrmaschine ist kaputt.
Mutters Apfelkuchen
schmeckt fantastisch.
Anmerkung: Wenn der Name auf -s, -ß, -z oder -tz
endet, hängt man ein Apostroph an den Namen. Im gesprochenen Deutsch benutzt man dann oft
"von"
+ Dativ, z.B.
Markus'
Garten ist sehr groß. / Der Garten von Markus ist sehr groß.
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nach
Präpositionen, die man
immer mit dem Genitiv gebraucht, z.B.
Die
Gartenanlage liegt
außerhalb
des
Betriebsgeländes.
Angesichts
der schwierigen Geschäftslage
zahlt die Firma dieses Jahr keinen Bonus.
Anstatt
eines Taxis
sind wir mit der Straßenbahn zur Messe
gefahren.
Dank
seiner finanziellen Hilfe
konnte
sie studieren.
Zahlen Sie die Rechnung bitte
innerhalb
eines Monats.
Die Zahl der Übernachtungen ist
trotz
des Regenwetters
gestiegen.
Während
des zweiten Halbjahres
hat sie mehrere Schulen im Ausland besucht.
Wegen
der
Wirtschaftskrise gingen
viele Firmen bankrott.
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für unbestimmte Zeitangaben,
z.B.
eines Tages
eines Morgens
eines Abends
eines Nachts
(Anmerkung: das ist eine
ungewöhnliche Form, da "Nacht" ein feminines Nomen
ist)
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mit einer kleiner Zahl von
Adjektiven, z.B.
sich einer Sache bewusst sein
sich einer Sache gewiss sein
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in den folgenden Ausdrücken
meines Wissens/seines Wissens
ich bin anderer Meinung
guter/schlechter Laune sein
allen Ernstes
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mit einer sehr kleinen Zahl von
Verben, z.B.
sich einer Sache erfreuen: Sie erfreute sich
bester Gesundheit.
einer Sache bedürfen: Das bedurfte seiner Erlaubnis.
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Nominativ, Akkusativ, Dativ und Genitiv
- des bestimmten Artikels [z.B. der, die, den]
-
des unbestimmten Artikels [z.B. ein, eine, einen]
- der Negativform von "ein" [z.B. kein,
keinen, keinen]
- den Possessivartikeln "mein" und "dein" (als
Beispiele für alle anderen
Possessivartikel)
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maskulin Singular
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feminin Singular
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neutral Singular
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maskulin, feminin &
neutral Plural
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Nominativ |
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der
ein
kein
mein, dein
... |
Bruder |
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|
die
eine
keine
meine, deine
...
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Tasche |
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|
das
ein
kein
mein, dein
...
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Foto |
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die
—*
keine
meine, deine ...
|
Brüder
Taschen
Fotos
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Accusativ |
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den
einen
keinen
meinen, deinen
... |
Bruder |
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|
die
eine
keine
meine, deine
...
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Tasche |
|
|
das
ein
kein
mein, dein
...
|
Foto |
|
|
die
—*
keine
meine, deine ...
|
Brüder
Taschen
Fotos
|
|
|
Dativ |
dem
einem
keinem
meinem, deinem ...
|
Bruder |
|
|
der
einer
keiner
meiner, deiner ...
|
Tasche |
|
|
dem
einem
keinem
meinem, deinem ...
|
Foto |
|
|
|
den
—*
keinen
meinen, deinen ... |
Brüdern**
Taschen
Fotos
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Genitiv |
des
eines
keines
meines, deines ...
|
Bruders |
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|
der
einer
keiner
meiner, deiner ...
|
Tasche |
|
|
des
eines
keines
meines, deines ...
|
Fotos |
|
|
|
der
—*
keiner
meiner, deiner ... |
Brüder
Taschen
Fotos
|
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*
Der unbestimmte Artikel ein hat keine Pluralform.
**
Wenn die Pluralform von einem Nomen nicht auf -n oder -s endet, muss man
ein -n an die Pluralform im Dativ hängen.
Klicken Sie
hier, um die
Personalpronomen im Nominativ, im Akkusativ und im Dativ zu sehen.
Klicken Sie
hier, um die
Adjektivendungen im Nominativ, im Akkusativ, im Dativ und im
Genitiv zu sehen.
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