Transkript

Ich komme aus Stuttgart, wo man Schwäbisch schwätzt. Das ist der regionale Dialekt, und obwohl wir in der Schule schon Hochdeutsch sprechen und lernen, spricht man normalerweise im privaten Bereich halt Schwäbisch.

Wenn man mit Leuten spricht, die nicht aus Schwaben kommen, strengt man sich natürlich an und versucht, das ganz breite Schwäbisch wegzulassen Aber man kann eigentlich schon immer hören, ob jemand aus Schwaben ist oder nicht. Wir sagen zum Beispiel nicht "ist" sondern "ischt" oder richtig auf Schwäbisch einfach "isch".

Mit einem Dialekt muss man geboren werden, und damit aufwachsen, so 'was kann man nicht lernen. Das ist nicht bloß Sprache, da ist auch eine Kultur damit verbunden. Wir Schwaben sind gemütliche Leute, "no net huddla", das heißt "nur nichts übereilen." Wir sind fleißig, "schaffa, schaffa, Häusle baua", und wir genießen das Leben: unsere Schorle, unseren Most, unsere Spätzle und Saitenwürstle.

Manche Norddeutsche lachen über uns oder die Bayern, aber in jeder Gegend in Deutschland wird eigentlich ein Dialekt geprochen, und ich find's auch gut, weil das gibt einem so ein Gefühl von Zugehörigkeit.